Die Ermittlungsarbeit im viktorianischen Zeitalter war geprägt von den Anfängen moderner Polizeiarbeit und forensischer Methoden. Die Gründung der Metropolitan Police im Jahr 1829 durch Sir Robert Peel markierte einen Wendepunkt in der Kriminalitätsbekämpfung.
Spurensicherung und Forensik
Obwohl die Forensik noch in den Kinderschuhen steckte, wurden erste Ansätze wie die Analyse von Fingerabdrücken und Handschriften entwickelt. Tatorte wurden oft von Polizisten gesichert, die Beweise sammelten und Zeugenaussagen aufzeichneten.
Detektivarbeit
Die Detektivarbeit gewann an Bedeutung, insbesondere durch die Gründung der Criminal Investigation Department (CID) im Jahr 1878. Detektive wie Inspector Frederick Abberline, bekannt durch seine Ermittlungen im Fall Jack the Ripper, wurden zu Symbolfiguren der viktorianischen Kriminalistik.
Tatortarbeit und Gerichtsmedizin
Am Tatort wurden erste Versuche unternommen, Beweise systematisch zu sichern. Polizisten markierten Fundorte von Gegenständen und dokumentierten die Position der Leiche. Die Leichen wurden oft in Leichenhäusern oder speziellen Kühlräumen aufbewahrt, um sie vor Verwesung zu schützen.
Gerichtsmediziner, auch als Coroner bekannt, spielten eine zentrale Rolle bei der Untersuchung von Todesfällen. Sie führten Autopsien durch, um die Todesursache zu bestimmen, und arbeiteten eng mit der Polizei zusammen.
Öffentliches Interesse
Kriminalfälle wie der Mord an Maria Marten im Roten Scheunenskandal oder die Verbrechen von Jack the Ripper zogen großes öffentliches Interesse auf sich. Zeitungen berichteten ausführlich über die Ermittlungen, was die Entwicklung von Sensationsjournalismus förderte.
Literatur und Popkultur
Die Ermittlungsarbeit inspirierte auch die Literatur. Figuren wie Sherlock Holmes, geschaffen von Arthur Conan Doyle, spiegeln die Faszination der viktorianischen Gesellschaft für Kriminalfälle und deren Aufklärung wider.
Würdigung von Lee Jackson
Ein besonderer Dank gilt Lee Jackson, dessen Victorian Dictionary eine unschätzbare Quelle für die Recherche und das Verständnis des viktorianischen Zeitalters darstellt.
Seine akribische Arbeit und sein Engagement für die Bewahrung historischer Details haben maßgeblich dazu beigetragen, diesen Text mit authentischen Begriffen und Kontext zu bereichern.
Würdigung von William A. Guy Ferrier und William R. Smith
Ein besonderer Dank gilt William A. Guy Ferrier und William R. Smith, deren Werk CSI Victorian eine unschätzbare Quelle für die Recherche und das Verständnis der kriminalistischen Anfänge im viktorianischen Zeitalter darstellt.
Ihre akribische Arbeit und ihr Engagement für die Bewahrung historischer Details haben maßgeblich dazu beigetragen, diesen Text mit authentischen Begriffen und Kontext zu bereichern.
W. T. Steads Artikelserie „The Maiden Tribute of Modern Babylon“
Ein besonderer Dank gilt Victorian Web und Englische Wikisource, die die vollständigen Texte der Artikelserie „The Maiden Tribute of Modern Babylon“ öffentlich und frei zugänglich machen.
